Aufdenblatten zur Flatscher-Lösung: "Damit habe ich nicht gerechnet!"

Aufdenblatten zur Flatscher-Lösung: "Damit habe ich nicht gerechnet!"

Von Richard Hegglin
 
"Ich habe mich ehrlich gefreut über den Entscheid", sagt Fränzi Aufdenblatten, die eine gewisse Skepsis nicht verbergen konnte, dass die unselige Geschichte Pini/Abplanalp doch noch ein gutes Ende nehmen sollte: "Hans Flatscher ist ein sehr menschlicher Typ".

Fränzi Aufdenblatten kennt Flatscher noch aus der Zeit, als sie mit Sonja Nef zusammen in der Nationalmannschaft fuhr. Menschlichkeit sei zwar für einen Cheftrainer nicht das allerwichtigste Kriterium, "aber sicher kein Nachteil. Und Hans verfügt über ein riesiges Netzwerk. Er kennt die meisten von uns und auch unsere Trainer. Wir hatten ja auch schon das eine oder andere gemeinsame Training mit dem Männer-Team. Das ist eine überraschend gute Lösung, mit der ich nicht gerechnet hatte."

Die Ereignisse der Vergangenheit hatten das Vertrauen in die Swiss-Ski-Verantwortlichen etwas erschüttert. Aufdenblatten befürchtete, dass im Ausland irgendwo jemand gesucht wird, der die Schweizer Verhältnisse nicht kennt. Sie ist sich bewusst, dass die Wahl eines Cheftrainers "kein Wunschkonzert der Athletinnen ist, dass aber unsere Überlegungen manchmal auch berücksichtigt werden sollten".

Erst durch Medienberichte ist ihr bewusst geworden, dass allein während ihrer Aktivzeit über ein halbes Dutzend Mal der Cheftrainer gewechselt hat, nicht immer aus einleuchtenden Gründen: "Ich wusste, dass es viele waren. Aber ich habe sie nicht gezählt. In Wahrheit haben wir Athletinnen uns immer eingesetzt, dass unsere Trainer bleiben. Nur in einem einzigen Fall sprachen wir uns für eine Trennung aus."

Nach der Verpflichtung von Hans Flatscher ist Aufdenblatten zuversichtlich, dass der Begriff Kontinuität nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern für einmal auch im Frauen-Team danach gelebt wird.
Foto Keystone


20:56 29.03.2012 Kalender / Resultate Schweizer Athleten  

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