Marc Gini: Sturz, Tage im Dunkeln, Sehstörungen
Von Mario Rall
Aus den Augen, aus dem Sinn: Dieser Satz passt auch zu den vergangenen Monaten des Marc Gini. In dieser Zeit ging es dem Slalomspezialisten gar nicht gut.
Als Gini bei den Schweizer Meisterschaften auf Hoch-Ybrig fehlte, hörte man als Begründung: Sturz im Training. Okay, kann passieren, und die Saison ist ohnehin vorbei. Also war Marc Gini der kleinen Skiwelt nicht nur aus den Augen, sondern auch aus dem Sinn entschwunden.
Was sich aber abgespielt hatte, war alles andere als ein harmloser Trainingssturz. Gini legte nach dem Weltcupschluss am 17. März auf der Lenzerheide ein Riesenslalomtraining ein und wollte sich für die Schweizer Meisterschaften vorbereiten. Dabei ist er schwer gestürzt. "Ich weiss nicht mehr, was passiert ist", blickt Marc zurück. "ich war bewusstlos."
Er muss sehr hart mit dem Kopf auf der Piste aufgeschlagen haben. Schürfwunden blieben zurück. Und eine sehr schwere Gehirnerschütterung. "Nach dem Besuch beim Arzt ging ich nach Hause und habe praktisch drei Tage durchgeschlafen."
Drei Wochen lag Marc Gini in der Folge flach. Zwei Monate konnte er kein Training absolvieren. Auf den Ski ist er seit dem 17. März bis heute nie mehr gestanden.
Mittlerweile hat er das Kondi-Training wieder aufgenommen. Er hat aber beim Kondi-Camp auf Mallorca Anfang Juni aufs Velofahren verzichtet. "Es wäre gar nicht gut, wenn ich jetzt stürzen und nochmals auf den Kopf fallen würde."
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Noch sind die Folgen des Sturzes nicht überwunden. Marc Gini wird bei körperlicher Anstrengung schnell müde. Dabei verliert er jeweils auch die volle Sehkraft. Viel Ruhe ist also weiterhin angesagt.
Ende Juli steht das erste Schneetraining auf dem Programm. Dann wird sich weisen, wie intensiv Marc Gini Slalom trainieren kann und wie er die Höhe von rund 3500 Metern auf dem Gletscher ob Saas Fee verträgt.
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| 20:19:10 09.07.2010 | Archiv |
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