Christian Spescha gewinnt den Europacup!
Si. Die nur 800 Einwohner zählende Bündner Gemeinde Obersaxen stellt neben Carlo Janka noch einen weiteren weiteren Gesamtsieger im Skirennsport: Christian Spescha.
In Tarvisio sicherte sich der 21-Jährige die Gesamtwertung im Europacup, als erster Schweizer seit 9 Jahren.Im letzten Rennen der Saison genügte Spescha ein 8. Platz in der Abfahrt, um mit 63 Punkten Vorsprung auf den Franzosen Anthony Obert die Gesamtwertung zu gewinnen. Spescha wurde damit Nachfolger der Österreicher Marcel Hirscher und Florian Scheiber, welche diese Wertung in den letzten beiden Jahren für sich entschieden. Spescha ist zudem der erst fünfte Schweizer Europacup-Gesamtsieger nach Luc Genolet (1985), Marcel Sulliger (1992 und 1993), Patrick Staub (1994) und Ambrosi Hoffmann (2001).
Resultate Abfahrt
Europacup-Schlussklassemente
Zweite Plätze für Nufer und Züger
(Si) Der Schwyzer Cornel Züger und die Obwaldnerin Priska Nufer errangen beim Europacup-Finale in Tarvisio (It) im Super-G je einen 2. Platz.
Der bereits 29-jährige Züger, letzte Woche im Europacup Sieger der Abfahrt von Sarntal, musste sich um nur sieben Hundertstel dem Slowenen Rok Perko geschlagen geben. Züger liess unter anderen auch seinen Glarner Teamkollegen Patrick Küng hinter sich. Küng, 24 Stunden zuvor noch glänzender Dritter in der Weltcup-Abfahrt von Garmisch, belegte Platz 9. Für ihn zahlte sich der Abstecher nach Norditalien trotzdem aus. Im Schlussklassement der Super-G-Wertung erreichte Küng Platz 3, was ihm für nächste Weltcup-Saison einen fixen Startplatz in dieser Disziplin einträgt und dem Schweizer Team das Kontingent erhöht.
Auch bei den Frauen resultierte ein 2. Platz, den die erst 18-jährige Priska Nufer aus Alpnach realisierte. Geschlagen wurde die Innerschweizerin nur von der Österreicherin Regina Mader, die um 16 Hundertstel schneller war. Priska Nufer hatte es zuletzt in Auron (Fr) als Dritte ein erstes Mal auf ein Europacup-Podium geschafft. Als Vierte der Gesamtwertung verpasste sie jedoch einen fixen Weltcup-Startplatz im Super-G ganz knapp.
Super-G Frauen
Super-G Männer
Rabea Grand gewinnt den Abfahrts-Europacup
(Si) Die Walliserin Rabea Grand (Bild) gewann zum zweiten Mal nach 2006 den Abfahrts-Europacup. Beim Finale in Tarvisio (It) belegte die 25-Jährige in den beiden abschliessenden Abfahrten die Ränge 2 und 5.
In den technischen Disziplinen lief es Rabea Grand in diesem Winter nicht wunschgemäss. In den Weltcup-Slaloms war der 19. Rang von Levi ihr bestes Ergebnis, die Olympia-Selektion schaffte sie nicht. Dafür zeigte sie sich als Abfahrerin verbessert. Im Januar hatte sie die Europacup-Abfahrt in St. Moritz gewonnen, womit sie den Grundstein zu ihrem Disziplinensieg legte. Als Gewinnerin dieser Wertung erhält sie kommende Saison einen fixen Startplatz im Weltcup. Im aktuellen Winter startete sie nur zweimal zu Weltcup-Abfahrten. Zuletzt in Crans-Montana gelang ihr dabei der Vorstoss auf Platz 15, was ihrem mit Abstand bestem Ergebnis in dieser Disziplin auf höchster Stufe gleichkam.
Abfahrt 1
Abfahrt 2
Europacup: Oreiller und Gisin auf dem Podest!
Auch zum Abschluss der Europacup-Woche im Sarntal vermochten die von Franz Heinzer betreuten Schweizer Speedfahrer zu überzeugen: im Super-G fuhren Ami Oreiller und Marc Gisin auf die Plätze zwei und drei!
Zweimal fehlten dem Österreicher Joachim Puchner in der vergangenen Woche wenige Hundertstel Sekunden auf einen Europacup-Sieg in Reinswald. Beim abschliessenden Super-G liess der 22-Jährige seinen Konkurrenten aber keine Chance.Puchner, in der Abfahrt Zweiter und auf Rang drei in der Superkombi, stellte in 1:36.23 Bestzeit auf der 2850 Meter langen Rennstrecke auf. Mit 17 Hundertstel Rückstand auf Platz zwei landete der Schweizer Ami Oreiller, vor seinem Landsmann Marc Gisin (+0,26).
In der Europacup-Gesamtwertung gelang es Puchner, bis auf 110 Punkte an den führenden Schweizer Christian Spescha heranzukommen.
Resultate
Restprogramm Europacup
Mauro Caviezel im Europacup erstmals auf dem Podest!
Andy Plank hat die Europacup Superkombi in Reinswald gewonnen. Der 20-Jährige katapultierte sich im Slalom in vom 28. Platz nach der Abfahrt zum Sieg. Sehr gut schlug sich der Schweizer Slalom-Spezialist Mauro Caviezel, der Dritter wurde.Nach der Abfahrt lag Andy Plank mit der hohen Startnummer 64 nach 1:29.92 Minuten an 28. Stelle. Die frühe Startnummer 3 im Slalom nützte der Sohn des früheren Weltklasse-Abfahrers Herbert Plank dann perfekt aus und stellte Laufbestzeit auf.
Für den jungen Südtiroler Athleten begann im Ziel nun das grosse Zittern. Für Plank war der Sieg der erste Triumph und der ersten Podestplatz im Europacup. Den bisher grössten Erfolg in seiner Karriere feierte der 20-jährige Südtiroler bei der Junioren-WM in Garmisch, als er in der Abfahrt die Goldmedaille gewann.
Auch der Zweite Hannes Wagner aus Deutschland stand bis anhin im Europacup noch nie auf dem Siegertreppchen. Der 23-Jährige hatte in der Abfahrt nur den 23. Rang erreicht und ebenfalls die frühe Startnummer im Slalom gut ausgenützt. An dritter Stelle folgt der Schweizer Mauro Caviezel, der die Abfahrt an fünfter Stelle beendet hatte und wie seine beiden Podest-Partner erstmals im Europacup in die Top-3 fuhr.
Auf Rang vier landete der österreichische Olympiateilnehmer Philipp Schörghofer mit einem Rückstand von 0,74 Sekunden..
Die Kombi-Abfahrt hatte der Schweizer Marc Gisin gewonnen. Das Rennen beendete er nach dem Slalom auf Rang neun.
Interview mit Andy Plank (mp3)
Resultate
Europacup: Sieg und sechs Schweizer in den Top-11!
Resultate
Europacup: Denise Feierabend knapp neben dem Podest
Beim zweiten Super-G in Auron verpasste die Slalomspezialistin Denise Feierabend das Podest nur um eine Zehntelsekunde und wurde Vierte.
Priska Nufer schaffte diesmal den sechsen Platz.
Resultate
Europacup: Dritter Platz für Priska Nufer
Beim Europacup-Super-G der Frauen in Auron (Fr) fuhr Priska Nufer (18, C-Kader) auf den dritten Platz und war damit beste Schweizerin.Ebenfalls in den Top-10 zu klassieren gelang Denise Feierabend (6.) und Marianne Abderhalten (7.).
Monte Pora (It). Europacup. Männer. Slalom: 1. Christoph Dreier (Ö) 1:30,55. 2. Stefano Gross (It) 0,55 Sekunden zurück. 3. Hannes Brenner (Ö) 0,61. 4. Victor Muffat Jeandet (Fr) 0,73. 5. Anton Lahdenperä (Sd) 0,79. 6. Fritz Dopfer (De) 0,96. -- Ferner: 10. Sandro Boner (Sz) 1,38. 11. Markus Vogel (Sz) 1,53. 13. Dimitri Cuche (Sz) 1,81.
Formigal (Sp). Europacup. Frauen. Super-G: 1. Mariella Voglreiter (Ö) 1:35,42. 2. Stefanie Moser (Ö) und Nina Tipotsch (Ö) je 0,77. 4. Christina Staudinger (Ö) 0,95. 5. Elena Curtoni (It) 1,28. 6. Marianne Abderhalden (Sz) 1,30. -- Ferner: 8. Denise Feierabend (Sz) 2,61. 11. Mirena Küng (Sz) 3,15. 16. Priska Nufer (Sz) 3,68. 25. Fabienne Janka 4,82.
Gesamt-Stand. Männer: 1. Christian Spescha (Sz) 512. 2. Christoph Nösig (Ö) 506. 3. Anthony Obert (Fr) 480. Ferner: 6. Marc Gisin (Sz) 386. -- Slalom: 1. Lahdenpera 378. 2. Axel Bäck (Sd) 320. 3. Dreier 314. Ferner: 7. Marc Gini 266.
Frauen: 1. Ramona Siebenhofer (Ö) 691. 2. Lena Dürr (De) 598. 3. Curtoni 476. Ferner: 13. Esther Good (Sz) 331. -- Super-G: 1. Voglreiter 242. 2. Curtoni 209. 3. Francesca Marsaglia (It) 183. 4. Feierabend 182. Ferner: 8. Nufer 121.
Formigal (Sp). Europacup. Frauen. Super-G: 1. Margret Altacher (Ö) 1:36,83. 2. Mariella Voglreiter (Ö) 0,61. 3. Marianne Abderhalden (Sz) 0,71. 4. Denise Feierabend (Sz) 1,52. 5. Christina Staudinger (Ö) 2,0. 6. Nina Tipotsch (Ö) 2,12. -- Ferner: 8. Priska Nufer (Sz) 2,51. 26. Mirena Küng (Sz) 4,59. 28. Fabienne Janka (Sz) 4,64. 29. Tamara Wolf (Sz) 4,68. 30. Kathrin Fuhrer (Sz) 4,75.
Gesamt. Frauen: 1. Ramona Siebenhofer (Ö) 655. 2. Lena Dürr (De) 578. 3. Bernadette Schild (Ö) 439. -- Ferner: 12. Esther Good (Sz) 331. -- Super-G: 1. Elena Curtoni (It) 164. 2. Francesca Marsaglia (It) 154. 3. Feierabend 150. -- Ferner: 6. Nufer 106.
Marc Gini mit geglücktem Olympia-Test
Si. Dem Bündner Marc Gini holte sich kurz vor den Olympischen Spielen Moral für Vancouver; beim Europcacup-Slalom in Oberjoch (De) musste er sich nur dem vierfachen Weltcup-Saisonsieger Reinfried Herbst (Ö) geschlagen geben. Gini verlor auf den Österreicher 0,58 Sekunden, konnte aber Felix Neureuther (De) um eine Hundertstelsekunde auf Rang 3 verweisen.
Beim Europacup-Slalom der Frauen in Lenggries (De) erreichte Rabea Grand den 7. Rang; auf Siegerin Veronika Zuzulova (Slk) verlor die Walliserin 1,95 Sekunden.
Oberjoch (De). Europacup. Männer. Slalom: 1. Reinfried Herbst (Ö) 1:45,85. 2. Marc Gini (Sz) 0,58. 3. Felix Neureuther (De) 0,59. 4. Tim Jitloff (USA) 1,28. 5. Noel Baxter (Gb) 1,33. 6. Wolfgang Hörl (Ö) 1,39. -- Ferner: 12. Sandro Boner (Sz) 1,94. 15. Justin Murisier (Sz) 2,27. 16. Markus Vogel (Sz) 2,31. 21. Dimitri Cuche (Sz) 3,34.
Lenggries (De). Europacup. Frauen. Slalom: 1. Veronika Zuzulova (Slk) 1:34,91. 2. Christina Geiger (De) 0,03. 3. Marlies Schild (Ö) 0,60. 4. Bernadette Schild (Ö) 0,98. 5. Carmen Thalmann (Ö) 1,00. 6. Camilla Borsotti (It) 1,94. 7. Rabea Grand (Sz) 1,95. -- Ferner: 24. Denise Feierabend (Sz) 2,87.
Europacup. Männer. Gesamt: 1. Christian Spescha 512. 2. Christoph Nösig 506. 3. Anthony Obert (Fr) 464. -- Ferner: 6. Marc Gisin 386. -- Slalom: 1. Anton Lahdenperä 333. 2. Axel Bäck (Sd) 320. 3. Matic Skube (Sln) 289. -- Ferner: 5. Gini 266.
Frauen. Gesamt: 1. Ramona Siebenhofer (Ö) 640. 2. Lena Dürr 571. 3. Bernadette Schild 439. -- Ferner: 11. Esther Good 331. -- Slalom: 1. Thalmann 318. 2. Emelie Wikström (Sd) 311. 3. Barbara Wirth (De) 286. -- Ferner: 15. Good 137.
Oberjoch (De). Europacup. Männer. Riesenslalom: 1. Matts Olsson (Sd) 2:06,54. 2. Christoph Nösig (Ö) 0,10 zurück. 3. Marc Berthod (Sz) 0,36. 4. Jukka Leino (Fi) 0,62. 5. Omar Longhi (It) 0,66. 6. Bernhard Graf (Ö) 0,73. -- Ferner: 23. Ami Oreiller (Sz) 1,66. 24. Christian Spescha (Sz) 1,69. 30. Marc Gisin (Sz) 2,63.
Götschen (De). Europacup. Frauen. Riesenslalom: 1. Karin Hackl (Ö) 2:23,44. 2. Stefanie Köhle (Ö) 0,02 zurück. 3. Lene Löseth (No) 0,11. 4. Evelyn Pernkopf (Ö) 0,16. 5. Kathrin Hölzl (De) 0,40. 6. Lena Dürr (De) 0,77. -- Ferner: 9. Marianne Abderhalden (Sz) 0,98. 22. Kathrin Fuhrer (Sz) 1,97. 24. Esther Good (Sz) 2,00. 28. Fabienne Janka (Sz) 2,66.
Europacup. Männer. Gesamt: 1. Spescha 512. 2. Nösig 506. 3. Anthony Obert (Fr) 464. -- Ferner: 6. Gisin 386. -- Riesenslalom: 1. Nösig 398. 2. Florian Eisath (It) 362. 3. Björn Sieber (Ö) 347. -- Ferner: 9. Spescha 209.
Frauen. Gesamt: 1. Ramona Siebenhofer (Ö) 640. 2. Dürr 557. 3. Löseth 412. -- Ferner: 11. Good 331. -- Riesenslalom: 1. Löseth 390. 2. Siebenhofer 355. 3. Dürr 346. -- Ferner: 6. Fuhrer 214.
Junioren-WM: Keine Medaille zum Abschluss
Si. Am letzten Tag der Junioren-WM in der Mont-Blanc-Region vermochte sich keine Schweizerin in Medaillennähe zu platzieren. Als beste Swiss-Ski-Fahrerin klassierte sich Nadja Vogel im Riesenslalom als Achte (1,11 Sekunden zurück). Gold ging an die Norwegerin Mona Löseth. Schon am Donnerstag hatte Manuel Pleisch in der Kombination (Abfahrt, Riesenslalom, Slalom) Rang 4 erreicht. Zu Bronze fehlten ihm 2,38 Sekunden.
Junioren-WM in Frankreich. Junioren. Kombination (Abfahrt, Riesenslalom, Slalom): 1. Colby Granstrom (USA) 35,04. 2. Jacopo Di Ronco (It) 62,50. 3. Kelby Halbert (Ka) 62,63. 4. Manuel Pleisch (Sz) 65,01. Ferner: 12. Nicola Kindle (Lie) 167,76.
Resultate Riesenslalom Frauen
Resultate Abfahrt Frauen
Resultate Abfahrt Männer
Resultate Slalom Männer
Resultate Super-G Männer
Resultate Slalom Frauen
Resultate Riesenslalom Männer
Resultate Super-G Frauen
Junioren-WM: Wendy Holdener verpasst Medaille um einen Zehntel
(Si) An den alpinen Junioren-Weltmeisterschaften in der Mont-Blanc-Region blieb das Schweizer Team in den beiden Abfahrten ohne Medaille. Wendy Holdener verpasste indes als Fünfte das Podium um lediglich 10 Hundertstel.
In Abwesenheit der wegen ihres Kreuzbandrisses fehlenden Waadtländerin Anne-Sophie Koehn hielten sich die Schweizer Mädchen in Megève über Erwarten gut. Neben Holdener schafften es auch Andrea Thürler (8.) und Jasmin Rothmund (10.) bei besten äusseren Bedingungen in die Top 10.Mit Holdener und Thürler brillierten ausgerechnet die beiden Jüngsten des Teams. Beide sind erst 16-Jährig. "Ein Fehler hat mich eine Medaille gekostet, aber es passt es auch so", befand Holdener nach ihrer Fahrt. Im Europacup hat sie schon sechs Einsätze absolviert, Rang 13 im Januar in St. Moritz war das beste Ergebnis der jungen Schwyzerin aus Unteriberg.
Jonas Fravi out
Weniger gut lief es bei den Junioren, bei denen der noch keinem Swiss-Ski-Kader angehörende Bündner Nico Caprez als Zwölfter bester Schweizer war. Der zum Favoritenkreis zählende Jonas Fravi, 2008 Dritter der Junioren-WM in Formigal in Spanien, riskierte etwas zuviel. Nachdem er am Dienstag im Super-G als Vierter eine weitere Medaille knapp verpasst hatte, kam der Bündner in der Abfahrt zu Fall, glücklicherweise ohne sich gravierend zu verletzen.
Der WM-Titel in der Abfahrt, die wegen der schlechten Wetterprognosen um zwei Tage vorverschoben wurde, ging zum dritten Mal in Serie an einen Italiener. Mattia Casse, der im Super-G 18 Hundertstel vor Jonas Fravi Dritter geworden und auch schon zweimal im Weltcup angetreten war, wurde Nachfolger seiner Landsleute Hagen Patscheider und Andy Plank. Casse gewann vor dem Österreicher Frederic Berthold, dem Sohn des in Deutschland als Frauen-Cheftrainer wirkenden Mathias Berthold. Letzter nicht-italienischer Abfahrts-Weltmeister bei den Junioren bleibt übrigens der Berner Oberländer Beat Feuz, der vor drei Jahren in Zauchensee triumpierte.
Bei den Juniorinnen holte sich Jérômine Geroudet, die Zweite des Super-G, die Goldmedaille in der Abfahrt. Damit steht Frankreich an den WM im eigenen Land bereits mit vier Titeln zu Buch.
Junioren-WM: Slalom-Gold für Reto Schmidiger
Si. Der erst 17-jährige Hergiswiler Reto Schmidiger gewann an den Junioren-Weltmeisterschaften in der Mont-Blanc-Region völlig überraschend die Goldmedaille im Slalom.
Im zweiten Durchgang riskierte Schmidiger wieder alles. Er schien sich und seine Nerven jederzeit unter Kontrolle zu haben. Der Eindruck täuschte nicht. "Ich sagte mir vor dem zweiten Lauf, dass ich immer noch nichts zu verlieren habe. Ich war deshalb nicht nervös -- im Gegensatz zu anderen Rennen, in denen es verglichen mit heute um nichts ging."
Für den Weltcup-Final qualifiziert
Anders als die "Grossen" gewinnt der Schweizer Nachwuchs regelmässig Titel im Slalom. Vor knapp einem Jahr in Garmisch-Partenkirchen wurde Denise Feierabend Junioren-Weltmeisterin. Die letzten männlichen Vorgänger von Reto Schmidiger heissen Raphael Fässler (2004), Marc Berthod (2003) und Daniel Défago (2000).
Schmidiger hatte sich eher im Riesenslalom einen Exploit zugetraut. Mit Rang 13 schaffte er in der Basisdisziplin zumindest einen Achtungserfolg. Die erste Junioren-WM-Teilnahme sowie erste Einsätze im Europacup hatte Schmidiger als Saisonziele definiert. Nun ist er als Weltmeister für den Weltcup-Final in Garmisch-Partenkirchen qualifiziert. Das Europacup-Debüt gibt Schmidiger nächste Woche. Doch zuerst geht es heute für einige Tage nach Hause; die WM-Abfahrt findet ohne den Techniker statt.
Junioren-WM: Jonas Fravi Vierter im Super-G
Si. Jonas Fravi (Bild) hat das Podest im Super-G der Junioren-WM in der Mont-Blanc-Region knapp verpasst. Der Bündner führte als Vierter ein starkes Schweizer Team an, von dem sich auch Nico Caprez (6.) und Justin Murisier (8.) unter den ersten zehn klassierten.
Fravi, der vor zwei Jahren in Formigal (Sp) Abfahrtsbronze gewonnen hatte, wurde von Überraschungsweltmeister Maxence Muzaton vom Podest verdrängt. Der Franzose startete erst mit der hohen Nummer 34, was auf der im Sonnenschein immer schneller werdenden Piste ein Vorteil war. Diesen vermochte auch der Engadiner Nico Caprez zu nutzen, dessen 6. Platz ebenso unerwartet kam.
Jonas Fravi war mit seiner Leistung zufrieden. Von einer Medaille trennten ihn 0,18 Sekunden. Am Samstag möchte Fravi Verpasstes nachholen. Er zählt zu den Topfavoriten für die Abfahrt und erwartet auch von sich selber eine Medaille. Justin Murisier, der zweite Schweizer mit etwas Weltcup-Erfahrung, hatte sich vom Super-G mehr als Rang 8 erhofft. Doch der 18-jährige Walliser vergab ein noch besseres Resultat mit einem Fehler im Flachen. Die zweite Top-Ten-Klassierung im zweiten Rennen (nach dem 9. Platz im Riesenslalom) ist für das Ausnahmetalent aber eine weitere Bestätigung. Murisier kann auch noch in der nächsten und übernächsten Saison bei den Junioren starten.
Dritter Saisonsieg für Spescha
Si. Christian Spescha feierte in Les Orres (Fr) seinen dritten Sieg in der laufenden Europacup-Saison. Der 21-jährige Bündner gewann den Super-G vor dem Tschechen Petr Zahrobsky und Andreas Strodl aus Deutschland.
Durch den Erfolg in Les Orres übernahm Spescha, der in diesem Winter bereits den Riesenslalom in Levi (Fi) sowie die erste Abfahrt am Patscherkofel in Innsbruck für sich entschieden hatte, die Führung in der Europacup-Gesamtwertung vor dem Franzosen Anthony Obert.
Resultate
Sechs Schweizer in den Top Ten
Si. Die Schweizer Abfahrer im Europacup mussten nach vier Siegen in Serie in Les Orres (Fr) wieder eine Niederlage einstecken. Das Teamresultat hingegen fiel mit sechs Fahrern in den Top Ten hervorragend aus.
Die Ersatzabfahrt für Wengen gewann Siegmar Klotz (It), der am Vortag von Marc Gisin (Sz) noch um eine Hundertstel auf Rang zwei verwiesen worden war. 24 Stunden später standen neben Klotz die Schweizer Cornel Züger und Ralf Kreuzer auf dem Podest.
Resultate
Marc Gisin gewinnt Europacup-Abfahrt
Die von Franz Heinzer trainierten Burschen im Europacup siegen auf der Abfahrt weiter: In Les Orres gewann Marc Gisin (Bild) am Tag, als seine Schwester in St. Moritz das Comeback gab.
Gisin buchte damit seinen zweiten Sieg im Europacup und seinen dritten Podestplatz in dieser Rennserie. Insesamt war das der siebte Sieg im Europacup 2010 in der von Andi Puelacher geführten Nachwuchsmannschaft. In dieser ersten von zwei Abfahrten in Les Orres klassierten sich nicht weniger als fünf Schweizer in den Top-10! Die Schweiz gewann alle vier bisher ausgetragenen Europacup-Abfahrten.
Resultate
Kajsa Kling vor Sarah Schleper im FIS-Riesenslalom in Crans-Montana
Die 21-jährige Kling, bereits Zweite im Europacup-Riesenslalom am Tag zuvor, zeigte erneut Nervenstärke und stiess vom 6. Rang im ersten Lauf auf das Siegerpodest vor. Im Europacuprennen gelang ihr dies gar vom 23. Rang im ersten Lauf!
Resultate
Kathrin Fuhrer auch in Crans-Montana in den Top-10
Lene Loeseth (Nor) siegte vor Kajsa Kling (Sd) und Martina Geisler (Ö) im Europacup-Riesenslalom in Crans-Montana. Das Rennen war eine gelungene Hauptprobe für die Weltcuprennen vom 5. bis 7. März auf der Piste National. Als beste Schweizerin klassierte sich die Elmerin Kathrin Fuhrer (Bild) im 6. Rang. Es war diese die vierte Top-10-Klassierung im Europacup in diesem Winter.Resultate
Rabea Grand gewinnt Europacup-Abfahrt
Si. Zwei Schweizer Podestplätze feierten die Schweizer Fahrerinnen bei den Europacup-Rennen in St. Moritz: Am Dienstag gewann Slalom-Spezialistin Rabea Grand (Bild) die Abfahrt vor der Österreicherin Ramona Siebenhofer und am Mittwoch holte sich Denise Feierabend im Super-G Rang 2 hinter Camilla Borsotti (It). Am Donnerstag findet ein zweiter Super-G statt.
Doppelsieg am Patscherkofel: Spescha vor Oreiller!
Resultate
Europacup: Oreiller und Spescha auf dem Podest!
Si. Die Schweizer Europacup-Abfahrer warteten am Patscherkofel in Innsbruck (Ö) mit herausragenden Leistungen auf. Ami Oreiller gewann das Rennen, Christian Spescha wurde vor Cornel Züger Dritter.
Resultate
Esther Goods Fahrt auf das Podest
(Si) Esther Good fuhr erstmals in einem Europacup-Rennen auf das Podest. Die St. Galler Oberländerin schaffte es in der Super- Kombination von Caspoggio (It) auf Platz 2. Es war ihr fünftes Top- Ten-Resultat in diesem Winter.
Die überzeugenden Leistungen im Europacup brachten Esther Good in diesem Winter auch schon an die Weltcup-Hänge. Kurz vor dem Jahreswechsel debütierte die Ostschweizerin bei den Rennen in Lienz (Ö).
Caspoggio (It). Europacup. Frauen. Super-Kombination: 1. Elena Curtoni (It) 2:13,84. 2. Esther Good (Sz) 0,25 zurück. 3. Camilla Borsotti (It) 0,50. 4. Enrica Cipriani (It) 1,29. 5. Michaela Nösig (Ö) 1,56. 6. Francesca Marsaglia (It) 1,95. -- Ferner: 19. Priska Nufer (Sz) 3,39. 28. Fabienne Janka (Sz) 4,29.
Gesamtklassement: 1. Lena Dürr (De) 468. 2. Ramona Siebenhofer (Ö) 422. 3. Emelie Wikström (Sd) 335. -- Ferner: 10. Good 209.
Lauberhorn-Neuling Thomas Singer gewann sein erstes Europacup-Rennen
Die Europacup-Abfahrt auf der verkürzten Lauberhorn-Strecke hat der 20-jährige Bündner Thomas Singer (Bild) aus dem C-Kader von Swiss Ski gewonnen.Das Rennen vom Originalstart bis zur Wasserstation war hervorragend besetzt, weil zahlreiche Weltcupfahrer im Hinblick auf die Lauberhorn-Rennen nächste Woche am Start waren. Umso höher ist der Sieg von Singer einzustufen. Franz Heinzer, der Speedtrainer im Europacup, ist des Lobes voll. "Singer war erstmals überhaupt am Lauberhorn. Wir mussten ihm zuerst erklären, wie das hier mit dem Zugfahren abläuft, wo er aussteigen muss und wie er zum Start kommt."
Weil am Mittwoch wegen schlechten Wetters nicht trainiert werden konnte und der Wetterbericht für den Freitag kritisch ist, hat man in Wengen ein Kompakt-Programm durchgezogen - zuerst Training, dann gleich ein Rennen. "Als Singer bei der Besichtigung erstmals am Hundschopf stand und hinunter schaute, hat er schon einen langen Hals gemacht", schmunzelt Heinzer. "Aber genau von hier bis zum Ziel bei der Wasserstation hat er Bestzeit gefahren - das ist stark."
Für Samstag wäre eine zweite Abfahrt geplant gewesen, die wegen Nebels abgesagt werden musste.
Resultate
Cuche und Murisier boten Slalom-Show
Die grosse Nummer war aber das hoffnungsvolle Schweizer Talent Justin Murisier. Der 17-jährige Schweizer fuhr mit Startnummer 70 auf den 18. Rang!Resultate
Marc Gini Dritter bei Nachtslalom
Bei einem Europacup-Nachtslalom in Pozza di Fass (It) hat Marc Gini den dritten Platz belegt. Gewonnen hat Jens Byggmark (Sd) vor Reinfried Herbst (Ö).
Resultate
Kathrin Fuhrer wieder in den Top-10
Die Elmerin Kathrin Fuhrer hat im Europacup ihr drittes Top-10-Resultat in diesem Winter erreicht. Bei zwei Riesenslaloms in Alleghe (It) belegt sie die Plätze 6 und 15. Im ersten Rennen wurde Esther Good als beste Schweizerin zehnte.
1. Riesenslalom
2. Riesenslalom
Nur ein Schweizer Podestplatz bei zwei FIS-Slaloms
1. Slalom
2. Slalom
Feierabend und Abderhalden: Zwei Schweizer Siege in Davos
pd. Einmal mehr fanden in Davos bei besten äusseren Bedingungen FIS Rennen statt. Diese Woche gastieren Frauen aus 13 Nationen im Landwassertal.Superkombi 1
Superkombi 2
Marc Gini mit Europacup-Sieg in Frankreich
Si. Marc Gini (Bild) hat den Europacup-Slalom im französischen Val Thorens gewonnen.
Der Bündner siegte mit 59 Hundertstel Vosprung vor Mattias Hargin aus Schweden, der nach dem ersten Durchgang als Führender noch eine halbe Sekunde vor Gini gelegen hatte.
Für den 25-jährigen Gini, der vor zwei Jahren auf der Reiteralm (Ö) seinen bislang einzigen Weltcupsieg errungen hatte, war es der erste Erfolg auf Stufe Europacup. Als Zweitbester aus dem Schweizer Team klassierte sich Markus Vogel im 8. Rang.
Resultate
Europacup-Stand. Gesamtwertung (nach 7 Rennen): 1. Anthony Obert (Fr) 189. 2. Petr Zahrobsky (Tsch) 185. 3. Patrick Küng (Sz) 180. Ferner: 8. Christian Spescha 134. 13. Marc Gisin 104. 15. Gini 100. - Slalom (nach 2 Rennen): 1. Gini und Hans Olsson (Sd) 100. 3. Trejbal 90. 4. Hargin und Axel Bäck (Sd) 80. Ferner: 17. Vogel 32.
Marco Tumler Überraschungssieger in Davos - Thomas Singer raste aufs Podest
Bei hochwinterlichen Verhältnissen wurde am Dienstag in Davos zu einer Rennwoche mit vier FIS-Rennen gestartet, zwei Riesenslaloms und zwei Slaloms. Trotz Neuschnee konnte den jungen Athleten dank dem unermüdlichen Einsatz der Helfer eine perfekte Piste präsentiert werden, was die Schweiz zu einem Paukenschlag ausnützte: Den ersten Riesenslalom gewann Marco Tumler mit Startnummer 51! Der 21-Jährige, der keinem Swiss-Ski-Kader angehört, lag nach dem ersten Lauf noch an dritter Stelle, war im zweiten Durchgang aber nicht mehr zu halten und siegte zeitgleich mit dem Italiener Roberto Nani.
Der zweite Renntag am Jakobshorn präsentierte sich von seiner besten Seite. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und eine harte, griffige Piste luden die Fahrer zu Höchstleistungen ein.
Hannes Brenner (Ö) wurde seiner Favoritenrolle gerecht und gewann souverän. Die Show gehörte aber dem Bündner Thomas Singer. Nach dem ersten Lauf hatte er lediglich an 18. Stelle gelegen und raste dann mit klarer Laufbestzeit im zweiten Durchgang noch aufs Podest – Dritter!.
Die Schweiz ist nicht nur im Weltcup im Slalom an der Spitze schmal vertreten, sondern auch im Nachwuchs – bis weit hinunter. Das bestätigten auch die beiden Slaloms am Jakobshorn.
Diese Slalomschwäche vermochten Dimitri Cuche (zweimal Fünfter), Thomas Sax (Neunter und Zehnter) und wiederum Thomas Singer (Siebter) etwas zu kaschieren.
Erster Riesenslalom
Zweiter Riesenslalom
Erster Slalom
Zweiter Slalom
Christian Spescha gewinnt Europacup-Riesen
Si. Der Obersaxener Christian Spescha (Bild) gewann am Mittwoch in Levi (Fi) den ersten Europacup-Riesenslalom der neuen Saison. Der Bündner B-Kader-Fahrer realisierte den Exploit mit der Startnummer 62. Der Engelberger Marc Gisin mit der Nummer 65 wurde Dritter.
Der 20-jährige Spescha gewann erstmals ein Rennen auf Europacup- Stufe. Zuvor hatte er sich erst einmal für einen zweiten Durchgang eines EC-Riesenslaloms qualifiziert.
Erster Riesenslalom
Zweiter Riesenslalom
Zweiter - wieder Podestplatz für Patrick Küng
Zweites Rennen, zweiter Podestplatz für Patrick Küng (Bild): Nach dem Sieg am Montag belegte der Glarner am Dienstag beim zweiten Suoer-G auf der Reiteralm den zweiten Platz!Damit liegt der Schweizer in der Europacup-Wertung in Führung. Als zweitbester Schweizer klassierte sich am Dienstag Marc Gisin auf dem zwölften Rang.
Der Sieg ging diesmal an den Tschechen Peter Zahrobsky. Auf den Plätzen hinter Küng klassierten sich Weltcupfahrer wie Stephan Görgl, Ivica Kostelic, Hannes Reichelt oder Philipp Schörghofer. Auch Patrick Staudacher, Super-G-Weltmeister 2007, konnte als Achter nicht um den Sieg mitreden.
Europacup: Patrick Küng gewinnt Super-G auf der Reiteralm
Brillanter Start für die Schweiz in die Europacup-Saison: Patrick Küng gewann auf der Reiteralm den ersten von zwei Super-G!
Küng hatte schon im letzten Winter zugeschlagen: Der Glarner gewann drei Europacup-Abfahrten. Vor einem Jahr war er noch vom früheren Weltmeister Franz Heinzer im Europacup-Team trainiert worden, in diesem Sommer durfte er nach dem Aufstieg ins A-Kader die Vorbereitung mit der Weltcup-Truppe absolvieren.
Das Rennen auf der Reiteralm war glänzend besetzt, nutzten doch einige Weltcupfahrer die Gelegenheit zu einem ersten Kräftemessen in einer Speeddisziplin. Total waren vier Schweizer in den Top-15 klassiert, neben Sieger Küng auch Cornel Züger (10.), Christian Spescha (13.) und Beat Feuz (15.).









"Bei Olympia muss man riskieren, sonst gewinnt man nur Himbeeren oder Erdbeeren."
"Wir waren überall langsam. Und dort, wo wir Fehler gemacht haben, waren wir noch langsamer."
"Ich bin für alle die Kleine. Wenn ich mit Bode Miller oder anderen Rennfahrern rede, habe ich immer das Gefühl, sie wollten mich beschützen und mir sagen: Pass auf, sei brav!"
"Eine Beziehung ist ja doch ziemlich anstrengend."
"Der Bikini Waterslide Contest in Davos."
"Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben."
"Man darf einen alten Esel nicht zu weit treiben, denn sonst geht er nicht mehr."
"Eigentlich ist die Streif nichts für Familienväter."
"Ich küsse nur Männer."
"So schlimm ist es nicht."
"Das hören die Norweger nicht gern: Aber der fährt noch mit der alten Schweden-Technik."