Alles ist anders, alles ist neu – Marco Odermatt aber bleibt ruhig

Alles ist anders, alles ist neu – Marco Odermatt aber bleibt ruhig
18.03.2016 20:25:49 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Ein neues Gesicht im Weltcup. Marco Odermatt, Junioren-Weltmeister im Riesenslalom, wird am Samstag (19. März) in St. Moritz sein Debut auf höchster Stufe feiern.

Die Unterkunft im luxuriösen Hotel Kempinski von St. Mortiz ist ungewohnt, die Teamkollegen mit Justin Murisier, Carlo Janka und Gino Caviezel sind neu, die Trainer-Crew ist nicht die übliche und der Rahmen des Auftritts wird auch nicht alltäglich sein. Marco Odermatt, der Junioren-Weltmeister im Riesenslalom, ist mit seiner Ankunft in St. Moritz in eine andere (Sport)Welt eingetaucht. Der 18 Jahre alte Buochser lässt sich ob der veränderten Parameter nicht irritieren oder nervös machen. "Nein, im Moment bin ich nicht nervös. Das kann sich dann am Renntag bei der Besichtigung oder spätestens im Starthaus aber schon noch ändern", sagt Odermatt.

"Vollgas geben und geniessen", so lautet das Motto für seinen ersten Auftritt im Weltcup. "Aber ich muss realistisch und nicht enttäuscht sein, wenn ich Letzter werden sollte. Das wäre ja eigentlich normal...." Allerdings ist, wie eingangs erwähnt, in diesen Tagen für den jungen Zentralschweizer nichts normal. Am Donnerstag trainierte der Schüler der Sportmittelschule Engelberg noch mit Justin Murisier und Gino Caviezel auf der Lenzerheide, am Freitag tat er das selbe noch mal, allerdings ohne Murisier, der schon in St. Moritz für einen eventuellen Einsatz beim Team-Event bereit war. "Es ist alles speziell. Ich bin gut aufgenommen worden und niemand hat mir das Gefühlt gegeben, der 'Neue' zu sein. Aber wir kennen uns ja noch nicht so gut und darum ist es auch klar, dass wir noch nicht von 0 auf 100 'best friends' sind", sagt Odermatt. Er sei froh, dass er das Zimmer mit seinem Klubkollegen Reto Schmidiger, dem Baumeister des Erfolgs im Team-Event, teilen könne. "Ihn kenne ich schon gut, das passt."

 

Am Samstag ist also Marco Odermatts grosser Tag. Er wird sich mit seinen Vorbildern wie einem Alexis Pinturault im gleichen Rennen messen können. Dass Odermatt seit dem 5. März kein Rennen mehr und seit dem 3. März und dem Gewinn der WM-Goldmedaille in Sotschi keinen Riesenslalom mehr bestritten hat, kümmert den Zentralschweizer nicht. "Ich habe gut trainiert. Klar hätte ich gerne den Europacup-Riesenslalom in Oberjoch gefahren. Aber dieser musste wegen dem Wetter ja abgesagt werden. Ich kann aber meinen Schwung sicher mitnehmen und ich bin in Form", gibt sich der Buochser selbstbewusst. Da passt ins Bild, dass Marco Odermatt auch davon überzeugt ist, vor der Weltcup-Premiere gut schlafen zu können. Er kenne die Piste ja schon von der Schweizer Meisterschaft des Jahre 2015, sagt er. Und an der Unterbringung im 5-Sterne-Hotel Kempinski sollte die erholsame Nachtruhe auch nicht scheitern.

So starten sie:
1 Henrik Kristoffersen (No). 2 Felix Neureuther (D). 3 Philipp Schörghofer (Ö). 4 Mathieu Faivre (F). 5 VIctor Muffat-Jeandet (F). 6 Alexis Pinturault (F). 7 Marcel Hirscher (Ö). 8 Manuel Feller (Ö). 9 Justin Murisier (Sz). 10 Leif Kristian Haugen (No). 11 Andre Myhrer (Sd). 12 Roberto Nani (It) 13 Stefan Luitz (D). 14 Thomas Fanara (F). 15 Florian Eisath (It). 16 Kjertil Jansrud (No). 17 Carlo Janka (Sz). 18 Riccardo Tonetti (It). 19 Massimiliano Blardone (It). 20 Fritz Dopfer (D). 21. Manfred Mölgg ()t). 22 Marcus Sandell (Fi). 23 Gino Caviezel (Sz). 24 Tim Jitloff (USA). 25 Roland Leitinger (Ö). 26 Aleksander Aamodt Kilde (No). 27 Vincent Kriechmayr (Ö). 28. Marco Odermatt (Sz).
Foto: zvg