Eine Skiparty für (und dank?) Veronika Velez Zuzulova

Eine Skiparty für (und dank?) Veronika Velez Zuzulova
05.03.2016 16:28:53 | skionline.ch, Peter Gerber
APA. Der Slalom am Sonntag in Jasna soll neue Zuschauer-Dimensionen im Frauen-Weltcup sowie die nächste Kugelentscheidung bringen. An die 20'000 Zuschauer erwarten die Veranstalter, der Hype um die Lokalmatadorinnen Veronika Velez-Zuzulova und Petra Vlahova hat die Schwarzmarkt-Ticketpreise in astronomische Höhen getrieben.

Schon 139 Punkte Vorsprung auf Veronika Velez Zuzulova hat die Schwedin Frida Hansdotter zwei Rennen vor Schluss, obwohl sie nur einen (Lienz)-Saisonslalom gewonnen hat. Dank ihrer Konstanz kann Hansdotter aber Mikaela Shiffrin als Slalom-Weltcupsiegerin ablösen. Die auch in der Disziplinwertung "ewige Zweite" wäre die vierte schwedische Slalom-Weltcupsiegerin nach Pernilla Wiberg, Ylva Nowen und Anja Pärson.

Nicht nur die zweifache Flachau-Gewinnerin Zuzulova aus Bratislava und die aus dem am Taleingang liegenden Liptovsky Mikulas kommende, 20-jährige Aare-Gewinnerin "Petja" Vlahova" haben aber etwas gegen eine vorzeitige Kugelentscheidung. Auch Shiffrin tut dies, auch wenn die vierte Slalomkugel in Folge für die dreifache Saisonsiegerin wegen ihrer langen Verletzungspause bereits ausser Reichweite ist. Die am 13. März 21 Jahre alt werdende Amerikanerin steht bei 18 Weltcupsiegen (17 im Slalom) und kann sich zumindest ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk machen. Sie läge bei einem Jasna-Triumph gleichauf mit der Schweizerin Lise-Marie Morerod, die vor ihrem 21. Geburtstag 19 Mal gewonnen hatte. Bis zu diesem Stichtag mehr Siege im Weltcup geschafft hat nur Annemarie Moser Pröll (31).

Obwohl nach tagelangem Nebel am Samstag der Sturm über Jasna hereinbrach und die Absage des Riesenslaloms erzwang, war die Begeisterung der Veranstalter und Zuschauer über die Durchführung der ersten Weltcuprennen seit 32 Jahren und als unabhängiges Land ungebrochen. Die Startnummern-Präsentation am Freitagabend ging in der riesigen Demänovska-Freiheitshöhle vor sich. Selbst Staatspräsident Andrej Kiska hatte es sich am Vorabend der Parlamentswahlen nicht nehmen lassen, tief im Berg zu erscheinen und das Rennwochenende zu eröffnen. "Das ist die coolste Startnummernvergabe, die ich jemals erlebt habe", staunte auch Shiffrin. Vielleicht ein Vorgeschmack auf die Rennen – geplant sind ein Slalom (Sonntag) und der am Samstag abgesagte Riesenslalom (Montag),
Foto: Agence Zoom