Grünes Licht für die Rennen in der Lenzerheide

Grünes Licht für die Rennen in der Lenzerheide
01.03.2016 12:58:41 | skionline.ch, Peter Gerber
pd. Der Weltcup gastiert am 12./13. März in der Lenzerheide. Bei der heutigen Schneekontrolle gab die FIS grünes Licht für die Durchführung der Weltcuprennen am Heimberg. Der Super-G wird auf einer abgeänderten Weltcupstrecke durchgeführt.

Mit dem vorletzten Super-G der Saison eröffnen die Frauen am 12. März das Weltcup-Wochenende in der Lenzerheide. Die Weltcuprennen werden auf einer leicht angepassten Streckenführung durchgeführt. Der fehlende Naturschnee habe die Organisatoren in Lenzerheide stark gefordert, teilen diese in einem Communiqué mit. Insbesondere der obere Teil der «Silvano Beltrametti»-Weltcuppiste mit der Heimbergkante und dem Steilhang sei bei diesen Bedingungen schwierig zu präparieren gewesen. «Aufgrund des unruhigen Geländes und der Steilheit der Piste benötigen wir in diesem Bereich besonders viel Schnee», bestätigt Samuel Lorez, Leiter Technik der Lenzerheide Bergbahnen AG. «Zudem ist das Gelände sehr stark exponiert, so dass die vielen starken Winde den wenigen Schnee fortlaufend wegwehten», weiss Lorez.

Die Organisatoren haben sich daher für den Einsatz der Alternativstrecke entschieden. Der Start des Super-G befindet sich oberhalb der Bergstation Heimberg. Die Strecke führt auf der bestehenden Piste vorbei an der Bergstation zur Einfahrt Heimbergpiste, über eine lange Traverse in Richtung «Abendweide» und von dort über die bekannte Weltcuppiste mit Aelpli-S und Wanner-Kurve in Richtung Zielraum. Die Anzahl Höhenmeter und die Streckenlänge sind somit praktisch identisch mit der originalen Super-G Strecke. Der Steilhang nach der Heimberg-Kante und somit der steilste Abschnitt der Weltcuppiste entfällt allerdings. Tom Jäger, Rennleiter der Weltcuprennen in Lenzerheide, freut sich aber auf die neue Streckenführung: «Die Alternativstrecke ist sehr abwechslungsreich. Ein Gleitstück wie wir es jetzt bei der langen Traverse haben, gab es bisher in Lenzerheide noch nie».

An der am 1. März vorgenommenen Schneekontrolle gab die FIS grünes Licht für die Weltcuprennen in Lenzerheide. Da die neue Strecke auf einer bestehenden Publikumspiste verläuft, können die Rennen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit durchgeführt werden. «Die Piste wurde praktisch über den ganzen Winter hindurch befahren und präpariert. Sie ist dadurch besonders stark komprimiert und sollte auch bei etwas wärmeren Temperaturen der starken Belastung standhalten» ist Tom Jäger überzeugt. Auch die FIS zeigt sich zuversichtlich: «Der Grundaufbau der Piste ist sehr gut. Jetzt gilt es den gefallen Neuschnee optimal zu bearbeiten um eine kompakte Rennpiste zu erhalten», meint Hugo Bertsch. In den kommenden Tagen werden nun die Aufbauarbeiten im Zielraum und auf der Piste vorangetrieben. Die vier Meter hohen A-Netze wurden bereits aufgerichtet. Bis nächste Woche müssen zusätzlich rund sieben Kilometer B-Netze zur Sicherung der Strecke positioniert werden.

Die Weltcuprennen in der Lenzerheide sind die letzten vor dem grossen Finale in St. Moritz. Auf dem Programm stehen ein Super-G am Samstag, sowie eine Alpine Kombination mit Super-G und Slalom am Sonntag. Während im Super-G ein weiteres Rennen in St. Moritz ansteht, fällt der definitive Entscheid im Kampf um die kleine Kristallkugel in der Alpinen Kombination bereits in der Lenzerheide.

Informationen zu den Rennen und zum Ticketverkauf finden sie hier
Foto: Agence Zoom