Kjetil Jansrud kehrt in Südkorea zum Siegen zurück

Kjetil Jansrud kehrt in Südkorea zum Siegen zurück
06.02.2016 05:16:01 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Kjetil Jansrud ist in Südkorea auf das Siegerpodest zurück gekehrt und gewinnt die Abfahrt vor Dominik Paris und Steven Nyman. Beat Feuz verpasst das Podest nur um 8 Hundertstelsekunden.

Der Favorit hat sich durchgesetzt. Kjetil Jansrud, der nach den Trainingsleistungen in Jeongseon als klarer Anwärter auf den Sieg auf der Olympiastrecke von 2018 galt, hat seine erste Abfahrt in diesem Winter gewonnen. Der 30 Jahre alte Norweger aus Vinstra setzte sich 20 Hundertstelsekunden vor Dominik Paris und 0,41 Sekunden vor Steven Nyman durch. "Es hat hier schon im Training für mich gut angefangen", sagte Jansrud im Ziel zum österreichischen Fernsehen. "Der erste Abfahrtssieg, darauf habe ich gewartet. Ich hatte eine gute Fahrt und auch gute Bedingungen. Oben hatten andere etwas mehr Wind als ich. Man muss hier etwas anders fahren, als auf andern Abfahrten. Es ist nicht so schnell, hat weite Kurven, viele Übergänge und weite Sprünge – da musst du mit viel Gefühl fahren. Und das ist mir ganz gut gelungen." So gut, dass Kjetil Jansrud für das norwegische Team im Weltcup den 17. Saisonsieg in 26 Rennen und den 6. in der Abfahrt (4x Svindal, 1x Kilde, 1x Jansrud) sicherstellen konnte. Für Jansrud selber ist es der 13. Weltcuperfolg, der sechste in der Abfahrt und nach dem Parallel-Riesenslalom von Alta Badia und der Wengen-Kombination der dritte in dieser Saison.

Stark in Südkorea auch der Auftritt der Schweizer: Beat Feuz, der auf der welligen und nicht allzu schnellen Strecke seun gefühlvolles Fahren voll ausspielen konnte, platzierte sich als Fünfter, Carlo Janka wird Siebenter und der Ostschweizer Ralph Weber erreicht unmittelbar vor Marc Gisin als 13. sein zweitbestes Abfahrtsergebnis im Weltcup. Feuz verpasste den nach Kirtzbühel (2.) und Garmisch (3.) dritten Podestplatz in Serie lediglich um 8 Hundertstelsekunden. Es sei für ihn aufgrund der Vorgeschichte mit der Verletzung ein positives Resultat, meinte Feuz gegenüber dem Team des Schweizer Fernsehen. "Die Fahrer vor mir sind während der ganzen Saison stark gefahren." An der WM habe er Steven Nyman um drei Hundertstelsekunden die Medaille weggeschnappt, so gesehen sei es ok, dass er jetzt vor ihm platziert sei, meinte Feuz. Mit seiner Fahrt sei er zufrieden, einen Abschnitt habe ich nicht gut getroffen, ansonsten sei die Leistung okay gewesen.

Ralph Weber, der nach dem Training schon meinte, dass ihm die Olympia-Strecke liege, bewies diese Aussage mit einer Fahrt auf den 13. Platz. "Ich habe gewusst, dass ich etwas enger fahren muss, und das ist recht gut aufgegangen. Ich habe es nirgends verbockt, war auf jener Linie, die ich mir vorgenommen hatte. Als dann unten die 13 aufgeleuchtet hat, war das eine positive Bestätigung für mich", sagte der Ostschweizer.
 
Foto: Agence Zoom

Jeongseon (SKor). Weltcup-Abfahrt, Männer (inoffizielle Rangliste): 1. Kjetil Jansrud (No) 1:41,38. 2. Dominik Paris (It( 0,20 zurück. 3. Steven Nyman (USA) 0,41. 4. Peter Fill (It) 0,47. 5. Beat Feuz (Sz) 0,49. 6. Otmar Striedinger (Ö) 0,52. 7. Carlo Janka (Sz) 0,58. 8. Adrien Theaux (F) 0,66. 9. Romed Baumann (Ö) 0,78. 10. Guillermo Fayed(F) 0,80. 11. Bostjan Kline(Slo) 0,85. 12. Hannes Reichelt (Ö) 0,86. 13. Ralph Weber (Sz) 0,89. 14. Marc Gisin (Sz) 0,92. 15. Johan Clarey (F) 1,10. 16. Andrew Weibrecht (USA) 1,15. 17. David Poisson (F) 1,18. 18. Valentin Giruad Monie (F) und Marco Sullivan (USA) je 1,22. 20. Maxence Muzaton (F) 1,25. 21. Christof Innerhofer (It) 1,33. 22. Travis Ganong (USA) 1,48. 23. Matteo Marsaglia (It) 1,51. 24. Klaus Kröll (Ö) 1,64. 25. Emanuele Buzzi (It) 1,68. 26. Blaise Giezendanner (F) 1,70. 28. Erik Guay (Ka) 1,82. 29. Vincent Kriechmayr (Ö) 1,95. 30. Thomas Dressen (D) 1,96. – Ferner: 40. Nils Mani (Sz) 2,50. 48. Thomas Tumler (Sz) 3,41. – Ausgeschieden: Aleksander Aadmodt Kilde (No). – 53 Fahrer gestartet, 52 klassiert. – Nicht gestartat: Marcel Hirscher (Ö), Thomas Mermillod Blondin (F).

Der Weltcup. Abfahrt: 1. Aksel Lund Svindal (No) 436 Punkte. 2. Peter Fill (It) 365. 3. Kjetil Jansrud (No) 327. 4. Adrien Theaux (F) 301. 5. Guillermo Fayed(F) 273. 6. Carlo Janka (Sz) 252. 7. Hannes Reichelt (Ö) 250. 8. Dominik Paris (It) 232. 9. Christof Innerhofer (It) 225. 10. Beat Feuz (Sz) 209. – Gesamt: 1. Marcel Hirscher (Ö) 969. 2. Aksel Lund Svindal (No) 916. 3. Henrik Kristofersen (No) 871. 4. Kjetil Jansrud (No) 735. 5. Peter Fill (It) 504. – Ferner: 12. Carlo Janka (Sz) 364.