Der Skiweltcup der Männer betritt Neuland

Der Skiweltcup der Männer betritt Neuland
01.02.2016 11:22:10 | skionline.ch, Peter Gerber
APA. Der Weltcup-Tross der Männer ist am Sonntag und Montag zum ersten Mal seit 2006 wieder zu Weltcuprennen nach Südkorea und Japan aufgebrochen, die Destinationen sind aber Neuland. Gefahren werden am kommenden Wochenende in Jeongseon (Südkorea) Abfahrt und Super-G und am darauffolgenden in Yuzawa Naeba (Japan) Riesenslalom und Slalom.

Erst am 20. Januar konnten die Südkorea-Rennen seitens der FIS bestätigt werden, es sind die ersten einer Reihe von 28 Test-Events im Vorfeld der Winterspiele in zwei Jahren. Im "Jeongseon Alpine Centre" sollen bei den Spielen im Landkreis Pyeongchang östlich der Hauptstadt Seoul Abfahrt, Super-G und Kombination der Frauen und Männer ausgerichtet werden, die technischen Bewerbe Riesenslalom und Slalom gehen in Yongpyong über die Bühne. Das ist den älteren Athleten bekannt, dort gewannen vor zehn Jahren der mittlerweile zurückgetretene Davide Simoncelli (It) und Ted Ligety (USA) je einen Riesenslalom.

"Bevor wir fliegen, möchte ich ein Video sehen, wo Günter Hujara aus der fahrenden Gondel winkt", witzelte FIS-Renndirektor Markus Waldner in den vergangenen Wochen von Mannschaftsführersitzung zu Mannschaftsführersitzung. Während der Hahnenkammwoche in Kitzbühel war es dann so weit: Der vom Internationalen Skiverband als Experte vor Ort die Dinge in die richtige Bahn lenkende Hujara hatte das heiss ersehnte Video übermittelt, die Teamverantwortlichen nahmen ihre Buchungen vor.

Die rechtzeitige Errichtung der Gondelbahn schien tatsächlich das Zünglein an der Waage zu sein, denn die Pistenbeschneiung und Grundpräparierung bei den neu in die stark bewaldete Landschaft geschlagenen Pisten in der Provinz Gangwon-do liefen besser als erwartet. "Die Piste ist der Hammer. Gerade eben ist mir Günter Hujara über den Weg gelaufen. Der ist total begeistert und happy", teilte eine Mitarbeiterin des Mediencenter-Teams in Jeongseon am
Sonntag.

Die Athleten müssen einen etwas längeren Wege in Kauf nehmen, von den Hotels im Alpensia Resort zur Rennstrecke benötigt man mit demShuttlebus 40 Minuten. Die von Pistenbauer Bernhard Russi designte Abfahrtstrecke liegt am 1561 m hohen Gariwang-san im Gebirgszug Taebaek, der parallel zur östlichen Küste der Halbinsel verläuft. Der Start der Abfahrt befindet sich in 1370 m Höhe, das Ziel liegt auf 545 m. Die Höhendifferenz beträgt damit nur 825 m, die Kurslänge 2648 m. Es wird also eher kurze Abfahrt werden. Die Länge der Super-G-Strecke beträgt 2005 m. Die Temperaturen liegen aktuell im einstelligen Minusbereich.
Foto: Keystone