Marcel Hirscher fliegt mit nach Südkorea

Marcel Hirscher fliegt mit nach Südkorea
31.01.2016 11:31:19 | skionline.ch, Peter Gerber
peg/APA. Marcel Hirscher wird die lange Reise nach Südkorea mitmachen und in Jeongseon die Abfahrtstrainings und wohl den Super-G bestreiten. Das sagte der 26-Jährige am Rand das abgesagten Garmisch-Riesenslaloms.

Es sei nicht so, dass er im Startbereich über die Absage gejubelt habe, sagt Marcel Hirscher in Garmisch. Gründe für ein zumindest verschmitztes Lächeln hätte der Österreicher gehabt, denn Hirscher wird von einer Erkältung und Kopfschmerzen geplagt. "Sonst bin ich fit. Ich bin da, um Rennen zu fahren. Wenn ich dazu nicht im Stande wäre, würde ich mich hinlegen." Wegen der Erkältung hatte der Salzburger die Startnummernauslosung und die geplanten Interviewtermine am Samstag bereits ausgelassen.

Wenn er sich künftig gegen Henrik Kristoffersen, den Hirscher immer wieder als den kommenden Mann für den Gesamtweltcup bezeichnet, durchsetzen wolle, dann müsse er regelmässig eine dritte Disziplin fahren. Auch aus diesem Grund wird der Österreicher die lange Reise nach Jeongseon mitmachen, wo am 6. Februar eine Abfahrt und am 7. Februar ein Super-G gefahren werden. Zudem könne er sich so die künftigen Olympia-Strecken schon mal anschauen und sich – was die Zeitverschiebung betrifft – auf die technischen Rennen in Japan (Riesenslalom und Slalom vom 13./14. Februar) vorbereiten, sagte Hirscher gegenüber skionline.ch am Rande des abgesagten Garmisch-Riesenslaloms.

Hirscher wird aber wegen seiner Verkühlung nicht wie ursprünglich geplant am Montag (1. Februar), sondern erst am Dienstag die Reise nach Südkorea
antreten. "Statt im Flieger nach Südkorea liege ich zuhause im Bett und tue mein Möglichstes, die starke Erkältung, die mich seit Mittwoch plagt, in den Griff zu bekommen", schrieb der Gesamtweltcup-Führende am Montag in seinem Ski-Weltcup-Blog auf redbull.com. Die Verkühlung hatte sich Hirscher nach dem Slalom-Nightrace in Schladming am Dienstag der Vorwoche eingefangen. "Mittwoch und Donnerstag hieß es deshalb Ruhe geben und Pause machen", erklärte er. Am Freitag und Samstag habe er trotz der anhaltenden Beschwerden auf der Reiteralm Riesenslalom trainiert. Das sei zuletzt etwas zu kurz gekommen.
Foto: Keystone