Peter Fill – jetzt ist der Zweitplatzierte der erste Kandidat

Peter Fill – jetzt ist der Zweitplatzierte der erste Kandidat
29.01.2016 17:10:55 | skionline.ch, Peter Gerber
APA/peg. Nach dem verletzungsbedingten Saisonende von Aksel Lund Svindal ist der Kampf um die Abfahrtskugel wieder völlig offen. Sechs von elf Weltcup-Abfahrten sind gefahren und sechs Athleten zählen zum nun engeren Favoritenkreis. Auch ein Schweizer gehöret dazu.

Im einzigen Training am Donnerstag (28. Januar) markierte Super-G-Weltmeister Hannes Reichelt aus Österreich die Bestzeit, beging dabei aber einen Torfehler. "Ich weiss noch nicht, ob ich um den Sieg mitfahren kann. Ich weiss auch nicht, wie viel Zeit dieser Torfehler gebracht hat und wie weit ich nach meinem Sturz in Kitzbühel schon ans Limit gehen kann", sagte Reichelt, der vergangenen Samstag eine Knochenprellung im linken Knie erlitten hatte. Die grosse Frage sei, ob er den Kitzbühel-Sturz nicht nur körperlich, sondern auch mental überwunden habe. "Ein Stockerlplatz ist möglich. Aber ich will keine Prognosen abgeben, denn der Kopf ist eine Sau", erklärte Reichelt.

"Es ist schade um Aksel, doch jeder muss daran denken, dass nun eine neue Chance da ist, den Abfahrtsweltcup zu gewinnen. Klarerweise denke auch ich daran", sagte Svindals Landsmann, Freund und Markenkollege Kjetil Jansrud, der als Sechster 78 Punkte Rückstand auf Peter Fill hat. Fill seinerseits weist einen Rückstand von 145 Zählern auf Svindal auf. 53 Punkte hinter dem Südtiroler liegt Guillermo Fayed (F), dann folgen Reichelt (63), Adrien Theaux (F/67) sowie Carlo Janka. Aksel Lund Svindal wird mit seinen 436 Punkten also auch nach Garmisch-Partenkirchen die Topposition innehaben, frühesten am 6. Februar auf der Olympiapiste von 2018 in Jeongseon (Südkorea) kann der Norweger abgelöst werden.

Aus Sicht des Schweizer Teams hat Carlo Janka noch die Chance, in den Kampf um die kleine Kristallkugel einzugreifen. Auch im einzigen Training am Donnerstag war der Bündner der bestklassierte Fahrer von Swiss Ski. Der 22. Platz aber nimmt sich eher bescheiden aus. Neben Janka werden auch Beat Feuz, Marc Gisin, Nils Mani, Fernando Schmed, Urs Kryenbühl, Niels Hintermann und Ralph Weber die Kandahar-Strecke in Angriff nehmen. Was Schmed, Kryenbühl, Hintermann und Weber nach dem Training vom Donnerstag – Kryenbühls Geburtstag – gesagt haben, sehen Sie in den angefügten Video-Interviews.

So starten sie: 1 Mattia Casse (It). 2. Andrew Weibrecht (USA). 3 Bostjan Kline(Slo). 4 Andreas Sander (D). 5 Manuel Osborne-Paradis (Ka). 6 Otmar Striedinger (Ö). 7 Benjamin Thomsen Ka). 8 Beat Feuz (Sz). 9 Christof Innerhofer (It). 10 Steven Nymann (USA). 11 Johan Clarey (F). 12 Romed Baumann (Ö) 13 Travis Ganong (USA). 14 Vincent Kriechmayr (Ö). 15 Carlo Janka (Sz). 16 Guillermo Fayed (F). 17 Erik Guay (Ka). 18 Peter Fill (It). 19 Adrien Theaux (F). 20 Hannes Reichelt (Ö) 21 Kjetil Jansrud (No).  22 Dominik Paris (It) . 23 Marc Gisin (Sz). 24 David Poisson (F). 25 Werner Heel (It). 26 Marco Sullivan (USA). 27 Bryce Bennett (USA). 28 Klaus Kröll (Ö). 29 Maxence Muzaton (F). 30 Aleksander Aamodt Kilde (No). – Ferner: 35 Ralph Weber (Sz). 47 Niels Hintermann (Sz). 51 Nils Mani (Sz). 55 Fernando Schmed (Sz). 56 Urs Kryenbühl (Sz). – 59 Fahrer am Start.