Operation und Saisonende für Bernhard Niederberger

Operation und Saisonende für Bernhard Niederberger
30.01.2016 12:00:31 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Pech für den Schweizer Slalom-Spezialisten Bernhard Niederberger. Der Nidwaldner hat sich beim Ausscheiden in Schladming den Daumen gebrochen, muss sich operieren lassenund die Weltcup-Saison beenden.

Nach den Speed-Spezialisten Patrick Küng, Sandro Viletta und jüngst Marc Berthod ist die Weltcup-Saison auch für Bernhard Niederberger vorbei. Der 22-jährige Nidwaldner muss sich am Dienstag (2. Februar) einer Operation am gebrochenen Daumen der rechten Hand unterziehen. "Die Pause danach kann bis zu acht Wochen dauern. Das heisst, die Weltcup-Saison ist wohl vorbei", sagte ein enttäuschter Bernhard Niederberger gegenüber skionline.ch. Bei optimalem Verlauf sei ein reduziertes Training vielleicht nach drei Wochen wieder möglich. Die Rennen in Yuzawa Naeba (14. Februar/Japan) und Kranjska Gora (6. März/Slowenien) wird der Slalom-Spezialist aber verpassen.

Geschehen sei es beim Ausfall in Schladming. Nachdem Niederberger den Slalom in Kitzbühel wegen einer schmerzhaften Prellung am rechten Knie auslassen musste kam er beim Night-Race zu Fall. "Dabei bin ich wohl blöd auf die Hand gefallen. Zuerst tat es gar nicht wirklich weh, aber als ich im Zielraum den Handschuh auszog, schwoll der Daumen sofort an", berichtet Niederberger. Dass sich diese Verletzung in einer Saison einstellt, in der dem Nidwaldner die angestrebten Resultate im Weltcup fehlen, ist doppelt bitter. Niederberger, der sich im Europacup 2014/15 einen fixen Startplatz für den Weltcup verdient hatte, hat sich im Winter 2015/16 auf höchster Stufe nie für einen 2. Lauf qualifizieren können und im Euroacup nur im Rennen von Val Cenis (21.) ein Resultat ins Ziel gebracht.

Ob er denn Gefahr laufe, deswegen die Zugehörigkeit zum B-Kader zu verlieren, wollte skionline.ch vom Slalom-Spezialisten wissen. "Ich denke nicht. Von den Trainern habe ich gute Rückmeldungen und sie wissen ja, dass ich wirklich nahe dran bin. In den Trainings mit Daniel Yule, Luca Aerni oder Ramon Zenhäusern gelingen mir auch immer wieder Bestzeiten." Im schlimmsten Fall müsste bei der Kadereinteilung ein Trainierentscheid den Ausschlag geben, und hier, so denkt Niederberger, habe er aufgrund der Leistungen ("leider nicht aufgrund der Resultate") gute Karten.

Foto: Agence Zoom