Mit diesen Massnahmen reagiert die FIS auf die Streif-Stürze

Mit diesen Massnahmen reagiert die FIS auf die Streif-Stürze
26.01.2016 17:37:29 | skionline.ch, Peter Gerber
APA/peg. Die FIS zieht bei den Rennen in Garmisch-Partenkirchen am kommenden Wochenende Konsequenzen aus den schweren Stürzen in Kitzbühel. Man werde "den tiefsten Punkt der Kompression mit einer anderen Farbe markieren", kündigte FIS-Renndirektor Hannes Trinkl in der am Montagabend ausgestrahlten ServusTV-Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" an.

"Ich werde mit allen Fahrern reden. Nicht nur mit den guten, sondern auch mit den jungen. Ich bin dankbar für jede Kritik, denn nur so können wir unser Produkt besser machen", betonte Hannes Trinkl, der Ex-Weltmeister (2001) und Olympia-Dritte von 1998 aus Österreich. So will der FIS-Renndirektor "den tiefsten Punkt der Kompression mit einer andern Farbe (grün? die Red.) markieren". Gleichzeitig verteidigte Trinkel den Renn-Abbruch nach Starnummer 30: "Nach Nummer 30 konnt ich die Läufer nicht mehr einschätzen. Ich dachte mir: Es reicht, wir haben drei Leute im Netz gehabt. Für die Jungen war es für mich nicht mehr vertretbar".

Auf der Streif in Kitzbühel waren in der Abfahrt am Samstag die Topfahrer Aksel Lund Svindal, Georg Streitberger und Hannes Reichelt gestürzt und hatten sich verletzt. Der Norweger Svindal und Streitberger rissen sich Kreuzband sowie Meniskus im Knie und mussten deshalb die Saison vorzeitig beenden, Reichelt erlitt eineKnochenprellung. Im Training vor den Hahnenkamm-Rennen waren auch Florian Scheiber (Kreuzband- und Meniskusriss) und Max Franz (Riss des Syndesmosebandes) gestürzt und hatten sich verletzt. Auch für diese beiden ÖSV-Speed-Spezialisten ist der Weltcup-Winter damit schon vorbei.

Ursache für die Stürze am Samstag war nach Einschätzung der FIS die schlechte Bodensicht. Svindal und Co. konnten die Schläge und Unebenheiten der Strecke nicht früh genug sehen, um sich darauf vorzubereiten. Das soll bei der Abfahrt auf der Kandahar nun durch die Farbe auf der Piste verhindert werden. Olympiasieger Fritz Strobl machte in der TV-Sendung den Vorschlag, mit einer mobilen Beleuchtung die Schlüsselstellen auszuleuchten.
Foto: Agence Zoom