Wechselhaftes Wetter am Hahnenkamm-Wochenende

Wechselhaftes Wetter am Hahnenkamm-Wochenende
20.01.2016 12:21:14 | skionline.ch, Peter Gerber
APA. Nicht nur die Rennfahrer, Organisatoren und Zuschauer fiebern dem Hahnenkamm-Wochenende entgegen, auch die Meteorologen sind gespannt, ob sich ihre Detailprognose für Kitzbühel bewahrheiten wird: Der Freitag soll überwiegend sonnig verlaufen, am Samstag wahrscheinlich vorübergehend eine Störung durchziehen, bevor es sonntags wieder freundlicher wird.

Mittlerweile ist die Schneelage in Kitzbühel durch Kunstschnee und den Neuschnee der vergangenen Tage optimal - doch wie immer stellt sich die Frage, ob das Wetter beim Rennen mitspielen wird. "Als Trend kristallisiert sich mehr und mehr heraus, dass am Rennwochenende von Freitag bis Sonntag an einem Tag nochmals eine Störung durchziehen wird", sagte ZAMG-Meteorologe (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) Alfred Neururer am Mittwoch.

Aus aktueller Sicht wird dieser problematischste Tag der Samstag sein. "Der Freitag sieht momentan sonnig aus, und es hat in Kitzbühel in der Früh minus zehn und zu Mittag um die null Grad", glaubt der Fachmann. Auch der Sonntag sieht derzeit wieder milder, trocken und freundlicher aus. "In den Details gibt es noch einige Unsicherheiten, erst die Prognosen der nächsten Tage werden mehr Klarheit verschaffen."

Die Ansprüche des Hahnenkamm-Rennens erfordern mittlerweile eine aufwendige Betreuung durch die ZAMG. Das betrifft unter anderem die effiziente Beschneiung in der Vorbereitung und die sichere Durchführung der Rennen. So wurden drei Wetterstationen entlang der Streif und eine weitere im Ort installiert. Bei der Mausefalle liegt das Hauptaugenmerk auf der Überwachung des Windes, der bei den weiten und hohen Sprüngen der Rennfahrer gefährlich werden kann. Ebenfalls für die Windmessung wichtig ist die Wetterstation beim Seidlalm-Sprung. Dort und an der Wetterstation an der Hausbergkante ist aber auch die Temperatur besonders interessant, da hier oft der Übergangsbereich zum winterlichen Kaltluftsee im Tal liegt, was die Qualität des Schnees beeinflusst.
Foto: Keystone