Daniel Yule: "Vom ersten bis zum letzten Tor Gas geben"

Daniel Yule:
16.01.2016 18:26:48 | skionline.ch, Peter Gerber
APA/peg. Marcel Hirscher ist nicht glücklich darüber, dass der Slalom von Wengen auf dem unteren Teil der Abfahrtspiste stattfindet (10.30/13.30 Uhr). Daniel Yule nimmt die besondereAusgangslage etwas pragmatischer.

"Es ist schade, dass der Slalomsport nicht so transportiert wird, wie er es verdient hat und was er hergibt", kommentierte Marcel Hirscher die Verlegung des Slaloms, die wegen Schneemangels im Vorfeld der Lauberhornrennen getroffen worden war. Letztlich sind aber alle froh, dass es überhaupt Rennen gibt, musste doch erst vergangene Woche der Riesentslalom in Adelboden witterungsbedingt abgesagt werden.  "Wir wären gern auf der anderen Seite, weil es der originale Hang ist, mit Charakter. Aber okay, es ist halt nicht so", sagte ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher. "Es ist ein richtig lässiger Slalomhang mit Historie. Einmal links bei einem Stadl vorbei, einmal rechts. Insgesamt sehr schwierig, was Marcel zugutekommen würde. Aber ich habe kein Problem mit der Verlegung auf die Abfahrt, weil wir Rennen wollen und keinen Slalom sausen lassen wollen." Ausserdem könne Marcel alles. "Santa Caterina war auch nicht steil, aber sehr schwierig. Und Marcel hat gewonnen. Vom Sportlichen her ist es mir eigentlich egal", meinte Puelacher. Zudem ist die Piste hart und eisig, wie die Kombinierer bereits testen durften.

Die Schweizer Slalomfahrer haben sich am Donnerstag und Freitag in Italien auf das Rennen in Wengen vorbereitet. Dort habe man auch das Gelände etwas simulieren können, sagen sie. Klar ist die eher flache Topografie auch bei den Schweizern ein Thema. Daniel Yule (Bild)  aber sagt: "Egal ob flach oder steil – man muss vom ersten bis zum letzten Tor Gas geben."