Wieder eine Zwangspause für Andrea Ellenberger

Wieder eine Zwangspause für Andrea Ellenberger
14.01.2016 16:01:44 | skionline.ch, Peter Gerber
peg. Lernen statt trainieren. Andrea Ellenberger muss nach einem Trainingssturz mit Skifahren pausieren. Knochenprellungen und eine Zerrung des Kreuzbandes sind schuld daran.

Wann genau Andrea Ellenberger wieder auf den Skiern stehen wird, ist unklar. "Vorläufig geht es nicht", sagt die 22-Jährige auf Anfrage von skionline.ch. Das rechte Knie sei nach der Zerrung des Kreuzbandes zwar schon fast wieder in Ordnung, aber die Schuhrandprellung am linken Bein und der geprellte linke Fuss würden das Anziehen eines Skischuhs noch nicht zulassen, sagt sie.

Die Saison ist für die immer wieder von Rückenproblemen geplagte Andrea Ellenberger bis zur jüngsten Verletzung nicht wunschgemäss verlaufen. Nach den nicht zufrieden stellenden Europacup-Resultaten jüngst in Zinal hatten die Trainer und die Athletin geplant, dass sie in einem Trainingsblock das gute Gefühl auf dem Ski zurückholen und vorerst auf Einsätze im Europacup verzichten soll. Mitten in diesen Block hinein ereilte Andrea Ellenberger in Hasliberg dieser Sturz mit den eingangs erwähnten Verletzungen. "Es war eine schwierige Zeit für mich", sagt die Zentralschweizerin. "Zuerst war nicht klar, ob das Kreuzband wieder gerissen ist oder nicht. Ich war moralisch so am Boden, dass ich nicht einmal erleichtert war als ich erfahren habe, dass es kein Riss ist." Ein intaktes Umfeld habe ihr – nicht zum ersten Mal – dabei geholfen, die Situation anzunehmen und mit einer positiven Einstellung in die Zukunft zu gehen.

Trotz der jüngsten Verletzung und den Rückenschmerzen will Andrea Ellenberger die Saison nicht vorzeitig beenden. "Man muss die alten Ziele anpassen oder sich neue Ziele setzen und dann auf diese hin arbeiten", sagt sie. Da sie im Europacup schon zu viele Rennen verpasst hat und noch weitere verpassen wird gelte der Fokus bei der Rückkehr auf die Piste vorwiegend den FIS-Rennen. Dort gehe es darum, sich nach vorne zu fahren und in den Riesenslaloms jeweils zwei gute Läufe zu zeigen. Eine Änderung vollzieht die Fahrerin – nicht zuletzt wegen den Rückenbeschwerden – in ihrem Rennprogramm. "Ich werde auf den Slalom verzichten und als zweite Disziplin auf den Super-G setzen", sagt Andrea Ellenberger.

Die Zeit, bis sie wieder auf dem Schnee trainieren kann, investiert Andrea Ellenberger ins Lernen. Bald stehen für die Studentin der Psychologie Semesterprüfungen an. Aber auch das Trockentraining wird die 22-Jährige in den nächsten Tagen nicht vernachlässigen. "Es geht weiter und ich will in dieser Saison wieder Rennen fahren. Auch im März und im April kann man noch etwas für die guten FIS-Punkte tun", sagt sie als Meisterin des positiven Denkens.

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Posted by Andrea Ellenberger on Donnerstag, 14. Januar 2016
 
Foto: Agence Zoom